so dies und das und auch jenes

NAS Server im Eigenbau – Teil 2: Die Remote Access Card

29. Mai 2015

rac01Warum einen eigenen Beitrag zur Remote Access Card? Die Karte ist einerseits eine super Erleichterung für die Installation und den Betrieb des Servers, andererseits ist die auf meiner Karte installierte Firmware in der Version 1.2 ein riesen Ärgerniss und alles andere als fehlerfrei.
HP bietet zwar eine aktuelle Version der Firmware an, jedoch scheitert das Aktualisieren der Firmware über die Funktionalität „Update“. Hier gibt es zwar Umwege über USB Bootmedien, aber das ist mir alles viel zu viel Aufwand. Und ehrlich gesagt habe ich die Befürchtung, dass der Umweg über das USB Bootmedium auch nicht funktioniert und die Karte dann völlig nutzlos ist.
rac03Die ganze Karte scheint sowieso sehr seltsam zu reagieren. So scheitert mitunter die Anmeldung, ohne erkennbaren Grund und man landet, nachdem man kurz die Menüstruktur gesehen hat, wieder auf der Eingabeseite für Benutzername und Passwort.
Im Internet habe ich dann den Tip gefunden, dass man auf gar keinen Fall den Button „Sign In“ drücken darf, sondern die Passworteingabe auf jeden Fall mit der „Eingabe“ Taste der Tastatur bestätigen soll. Das klappt zwar auch nicht immer, jedoch deutlich öfters als per Mausklick.
Gelegentlich reagiert die Karte auch gar nicht mehr auf eine HTTP Anfrage oder man bekommt nach der Anmeldung die wildesten HTTP Fehler.

Access Error: 501 — Not Implemented

oder

Access Error: 404 — Not Found

Oft reicht es schon, einen anderen Browser zu benutzen um sich erfolgreich anmelden zu können.
Wenn das auch nicht mehr hilft, muss man den Recher über den Powerknopf runterfahren oder in den Standby Modus versetzen, je nach Konfiguration, und kurz das Netzkabel ziehen.
Zum Glück benötigt man die RAC selten, wenn der Server einmal installiert ist.
rac02Wenn alle Hürden genommen sind, sprich, die Karte reagiert und man sich anmelden konnte, sollte man als ersten die Netzwerkeinstellungen festlegen. Standardmäßig arbeitet die Karte mit DHCP und holt sich so die initiale Netzwerkkonfiguration und eine IP vom DHCP Server. Unter dem letzten Menüpunkt „vKVM & vMedia“ kann man die für mich wichtigsten Funktionen der RAC aufrufen.
Sowohl „Virtual KVM Configuration“ als auch „Virtual Media Configuration“ starten Java Webstart Anwendungen, so dass ein Installiertes Java Voraussetzung für die Ausführung ist.
vms01Über Virtual Media Configuration können lokale Laufwerke oder Images für den Server gamappt werden. Im oberen Teil des Dialogs stehen die lokalen Laufwerke zur Verfügung. Hier kann man entweder ein Laufwerk direkt auswählen, das gemappt werden soll oder man kann über „Add Image“ ein CD/DVD Image auswählen. Ebenso kann man festlegen, ob Laufwerke nur lesend oder auch beschreibbar gemappt werden. Da hier auch das lokale CD/DVD Laufwerk gemappt werden kann, hätte ich eigentlich kein optisches Laufwerk für den Server kaufen müssen.
Im unteren Teil des Dialogs kann festgelegt werden, wie das lokale Laufwerk auf dem Server eingebunden werden soll. In diesem Beispiel wurde das DVD Image als CD/DVD Rom Laufwerk auf Serverseite eingebunden. Wurde das Image auf diese Weise eingebunden, kann man auch direkt von diesem virtuellen Laufwerk booten.
vkvm01Virtual KVM Configuration ermöglicht es, auf dem lokalen Rechner die Bildschirmausgabe des Servers in einem eigenen Fenster zu sehen, sowie den Server über die lokale Tastatur und Maus zu bedienen. Dies funktioniert bereits bei den BIOS Meldungen, die beim Booten ausgegeben werden.
Ebenso kann man über den virtuellen KVM auch Tastaturkürzel wie beispielsweise STRG+ALT+ENT für die Anmeldung per Mausklick senden.
Mein Fazit zur Remote Access Card lautet deswegen auch, dass trotz der ganzen Fehler und Unzulänglichkeiten der RAC ich diese nicht mehr missen möchte.

NAS Server im Eigenbau – Teil 1: Die Hardware

Kategorie Computer, NAS Server im Eigenbau

1 Kommentar

  1. Black Blog » Blog Archive » NAS Server im Eigenbau – Teil 1: Die Hardware schreibt:

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