so dies und das und auch jenes

Startup Monitor V1.02 und Startup Control Panel V2.8

29. Mai 2009

Der Autostart von Windowsprogrammen ist eigentlich eine gute Sache, direkt nach dem Booten kann man zusätzliche Applikationen starten lassen, die dann die Arbeit mit Windows vereinfachen können. Auf diese Art und Weise kann man direkt nach dem Start seine komplette Arbeitsumgebung ausführen lassen ohne dabei jedesmal alle Programme manuell aufzurufen, die man regelmäßig benötigt.
Leider hat der Autostart auch den Nachteil, dass der eigentliche Bootvorgang erheblich länger dauert und man mit dem Computer erst ordentlich arbeiten kann, wenn dieser alle Applikationen gestartet hat.
Wer sich bewusst Programme in den Autostart legt, wird das hoffentlich wissen und den längeren Bootvorgang für den Komfortgewinn in Kauf nehmen.

Allerdings tragen sich dort auch zig Programme ein, die man eigentlich nicht benötigt, die sogar schädlich sein können. Seien es nun die diversen Updateroutinen, die einige Programme mitbringen, und die regelmäßig prüfen, ob es nicht eine neuere Version von dem Programm gibt oder aber Programme, wie Quicktime, die sich für so unentbehrlich halten, dass sie unbedingt ungefragt bei jedem Start von Windows mit gestartet werden müssen und so völlig unnötig Ressourcen verschwenden. Bekommt man es mit, kann man dies in der Regel in der Applikation abschalten. Besser ist es jedoch, so etwas gar nicht erst zuzulassen.
Aber auch Spyware, Dialer und anderes elektronisches Ungeziefer nistet sich gerne dort ein.
Gerade das Überwachen der Registry kann das Einnisten von so manchem elektronischen Parasiten verhindern und den Besitzer vor Schaden bewahren.

Gut gerüstet gegen Angriffe auf die Autostarteinträge der Registry ist man mit dem Freeware Duo Startup Monitor V1.02 und Startup Control Panel V2.8. Während Startup Monitor die Autostarteinträge der Registry überwacht und den Versuch eines Programms sich dort einzutragen sofort meldet und unterbinden kann, ermöglicht Startup Control Panel das nachträgliche Bearbeiten, Editieren und Löschen von Autostarteinträgen.

Startup Monitor V1.02:

Nach dem Entpacken der gerade mal 60k großen ZIP Datei lässt sich das Programm über den Microsoft Installer installieren.

Startup Monitor V1.02

Und hier ist dann auch gleich die erste Ausnahme von dem Vorsatz, nur Programme vorzustellen, die ohne Installation auskommen. Ich halte den Startup Monitor in Kombination mit dem Startup Control Panel aber für so hervorragend, dass ich es trotzdem vorstellen möchte.
Das Programm StartupMonitor.exe wird im Windows Ordner installiert. Ausserdem wird die EXE im Registry Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\\ SOFTWARE\\ Microsoft\\ Windows\\ CurrentVersion\\ Run eingetragen, so dass sie bei jedem Systemstart automatisch ausgeführt wird und das System überwacht. Sollte man mit der Installation nicht klar kommen, enthält die readme Datei wichtige Informationen zum Microsoft Installer. Versucht nun ein Programm sich in die Autostart Zweige der Registry einzutragen, wird dies durch Startup Monitor erkannt und es erscheint eine Warnung. Der User kann nun entscheiden, ob er den Eintrag zulassen möchte oder ob er ihn verbieten will.

Startup Control Panel V2.7:

Haben sich bereits Programme im Autostart eingetragen, kann man diese mit Startup Control Panel überprüfen und, wenn nötig, löschen.

Startup Control Panel V2.08

Das Programm gibt es in zwei Versionen. Einmal als Standalone EXE (Größe der ZIP Datei 37,9K) und einmal, wie den Startup Monitor, als Installationspaket (Größe der ZIP Datei 66,1K). Wählt man das Installationspaket wird Startup Control Panel in der Systemsteuerung eingetragen und die Datei Startup.cpl in den Ordner system32 kopiert. Erreichbar ist das Programm dann über die Systemsteuerung.
Die EXE dagegen kann von beliebiger Stelle aus aufgerufen und somit auch in die PortableApps Suite eingebunden werden.
Startup Control Panel präsentiert die einzelnen Autostartordner und Registryzweige in 5 Registerkarten.

Startup (user) Einträge im Autostartordner des aktuellen Users.
Startup (common) Einträge im Autostartordner für alle User. Diese Registerkarte existiert nur unter NT basierten Windows Versionen und Multiuser Umgebungen von Win9x/ME.
HKLM/Run Registryeinträge unter HKEY_LOCAL_MACHINE\\SOFTWARE\\Microsoft\\ Windows\\CurrentVersion\\Run für alle User.
HKCU/Run Registryeinträge unter HKEY_CURRENT_USER\\Software\\Microsoft\\ Windows\\CurrentVersion\\Run für den aktuellen User.
Run Once Registryeinträge unter HKEY_LOCAL_MACHINE\\SOFTWARE\\Microsoft\\ Windows\\CurrentVersion\\RunOnce. Hier stehen die Einträge, die beim nächsten Systemstart einmal ausgeführt werden sollen (z.B. convert für die Konvertierung von FAT nach NTFS)

Eine Besonderheit von Startup Control Panel ist die Möglichkeit Einträge zu deaktivieren. Das Programm merkt sich diese Einträge, indem es sie in einem temporären Zweig der Registry ablegt und bei Bedarf wieder rekonstruieren kann. Ausserdem können Einträge zum Löschen vorgesehen werden. Diese werden dann in einer 6. Registerkarte namens „Delete“ gespeichert. Diese Programme werden bei einem Systemstart nicht mehr ausgeführt. Man hat jedoch die Möglichkeit, diese Einträge später wieder herzustellen. Erst wenn sie aus der Registerkarte „Delete“ gelöscht werden, sind sie permanent gelöscht und können nicht mehr rekonstruiert werden.
Zur Verwaltung der einzelnen Einträge bietet das Programm folgende Optionen.

New Es wird ein neuer Eintrag angelegt. Das zu startende Programm kann entweder per Drag & Drop aus dem Explorer eingefügt werden oder per Browse Funktion ausgewählt werden.
Edit Der gewählte Eintrag kann bearbeitet werden. Der Programmname und/oder der Verzeichnispfad kann geändert werden.
Delete Das gewählte Programm wird aus der aktuellen Registerkarte gelöscht und der Registerkarte „Delete“ hinzugefügt. Es wird nicht sofort dauerhaft gelöscht.
Disable/Enable Das gewählte Programm wird aktiviert oder deaktiviert. Der Eintrag ist jedoch weiterhin in der aktuellen Registerkarte zu sehen und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aktiviert werden. Deaktivierte Programme werden beim nächsten Systemstart nicht ausgeführt.
Run Now Das gewählte Programm wird sofort gestartet.
Send To Der gewählte Eintrag wird aus der aktuellen Registerkarte entfernt und einer anderen Registerkarte zugewiesen. Dies macht z.B. Sinn, wenn Programme ursprünglich nur für einen User eingerichtet wurden und nun allen Usern zugänglich gemacht werden sollen (z.B. Virenscanner).

Bleibt noch die Methode zu erklären, die Startup Control Panel nutzt um sich deaktivierte und gelöschte Einträge zu merken und bei Bedarf wieder zu aktivieren. Das Programm hat zu diesem Zweck unter dem Registryzweig HKEY_CURRENT_USER\\Software\\mlin\\StartupCPL fünf weitere Zweige angelegt, in die dann deaktivierte oder gelöschte Einträge einfach verschoben werden. Wünscht man zu einem späteren Zeitpunkt wieder eine Ausführung der Programme, kopiert Startup Control Panel die Einträge einfach wieder zurück in die entsprechenden Zweige der Registry.

…\mlin\StartupCPL\Deleted Zwischenspeicherung der Delete Karteikarte, bis sie entweder komplett gelöscht werden oder wieder ausgeführt werden sollen
…\mlin\StartupCPL\Disabled\CommonStartup Zwischenspeicherung der deaktivierten Autostart Einträge „All User“
…\mlin\StartupCPL\Disabled\HKCU-Run Zwischenspeicherung der deaktivierten Registry HKCU-Run
…\mlin\StartupCPL\Disabled\HKLM-Run Zwischenspeicherung der deaktivierten Registry HKLM-Run
…\mlin\StartupCPL\Disabled\UserStartup Zwischenspeicherung der deaktivierten Autostart Einträge „Current User“

Kategorie Computer, Softwarevorstellungen, Testberichte

2 Kommentare

  1. Graymalkin schreibt:

    Ich nutze seit ein paar Jahren auch das Startup Control Panel. Was sich da manchmal ins Autostart setzt ist schon unglaublich.
    Den Startup Monitor werde ich dann auch mal installieren. Danke für den Tipp.

  2. udo schreibt:

    Nichts zu danken. Ich fahre mit den Programmen seit Jahren sehr gut.

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